elfter september zweitausendundeins
Das Hochhaus wirkt sieggewaltig
wie ein Handgriff in den Himmel.
Stockwerk an Stockwerk dringt empor.
[…]
Unter ihm geh ich staunend hin,
verwünsch die Bombe,
die es treffen könnte,
und bin in Kriegsangst.
Aufdämmern läßt sie ein Flugzeug,
das noch höher fliegt
als das Haus steht,
in lauter Raserei voll Raketenlärm
am Mittagshimmel.
Gedicht “Hochhaus” (2000) von Johannes Kühn. Bild aus “A History of Violence” (1997) von John Wagner und Vince Locke.